Stillen oder Flasche – die Unterschiede sind da!

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Stillen oder Flasche – die Unterschiede sind da!

Regelmäßig müssen sich werdende Mamas gesellschaftlich belehren lassen. Mal gibt es Pro Stillen und
Pro Flasche als argumentative Belehrung. Frech darf ich auch anmerken, dass manche Meinungen schon
eher militant sind. Das führt grundsätzlich zur Diskussion, was nun richtig oder falsch sei, wer eine gute
Mutter sei und wer nicht. Damit fangen wir aber bitte erst gar nicht an. Dieser Ratgeber Artikel sieht es
vor, dich zu informieren, was für Unterschiede beim Stillen und der Flaschenfütterung auftreten und
wenn möglich zu belegen. Es geht ganz einfach darum, für dich eine vereinfachte Entscheidung zu
treffen, ob Du stillen möchtest oder lieber die Flasche bevorzugst. Hier verurteile ich niemanden für keine
der gewählten Varianten und das sollten andere Leser, gleichwohl sie nicht selber Meinung sind, ebenso
handhaben. Bitte vergesst bei einem freundlichen Miteinander auch nicht, dass es Mamis gibt, die einfach
nicht stillen können aus gesundheitlichen Gründen oder aufgrund einer mangelnden Milchproduktion
und da sind jegliche Vorwürfe an Unfairness kaum zu überbieten.

Bifidobakterien beim Stillen stärken des Babys Abwehrkräfte und Immunsystem

Spätestens seit 2014 dürfte klar sein, woher der Ansatz kommt, dass stillen für Babys besser ist. In diesem
Jahr veröffentlichte die TU München der Abteilung Ernährung und Immunologie unter der Leitung
des Professors Dirk Haller ihre Erkenntnisse. In diesen wird eindeutig hervorgehoben, dass beim stillen
der Anteil der Bifidobakterien deutlich höher ist, als bei der Flaschenfütterung. Die Bifidobakterien
stärken indes das Immunsystem des Babys und fördern die Abwehrkräfte, was wiederum davor
schützt, schnell erkranken zu können und viele Erkrankungen sogar geradezu ausschließt. Im Übrigen ist
die Umstellung von Flaschenkindern und dem Bruststillen auf Beikost nahezu identisch und ergibt auch
weitreichend im Nachhinein keinen Unterschied mehr, so sagt jedenfalls Professor Haller und der muss es
wissen oder? Das bedeutet, dass die Gerüchte, dass gestillte Babys und Kinder dauerhaft gesünder sein,
derzeit nicht komplett bestätigt oder entkräftigt werden können, sondern sich weitreichend auf die
Säuglingsentwicklung beruft.

Die Muttermilch und der Babyspeichel sind von großer Bedeutung

Während Professor Dirk Haller von der TU München das Stillen zumindest mit Vorzügen sieht, kann
die Universität von Queensland in Australien weitere Besonderheiten der Muttermilch im Allgemeinen
aufführen. 2015 hat die Universität nachweisen können, dass Muttermilch, ob mit der Flasche oderper
Brust in Zusammensetzung mit demSpeichel des Babys von größter Bedeutung für die Babygesundheit
und Entwicklung ist. Durch den Babyspeichel sowie der Muttermilch findet eine hoch interessante
Wechselwirkung statt, welche es ermöglicht gute von schlechten Bakterien zu unterscheiden und die
Aufnahme verhindert. Eine gesunde Mund- und Darmflora wird so gefördert und das ist wirklich hoch
faszinierend, was die Forscher der Uni Queensland herausfinden konnten. Allerdings wird natürlich auch
die Verdauung angeregt, was dafür spricht, dass Du, wenn Du die Möglichkeit hast, Deine Muttermilch
zur Fütterung über die Brust oder Flasche nutzen solltest, statt alternative Milchergänzungsmittel.

Die Theorie der besseren Bindung zwischen Mama und Baby beim Bruststillen

Es ist schon richtig, dass die Bindung zum Baby enger wird, wenn Du stillst. Das klingt aber bei vielen
immer so, als wenn sonst keine Bindung möglich wäre, wenn Du die Flasche nutzt. Das stimmt natürlich
nicht. Sicherlich gibt es viele Wege, eine engere Bindung in den ersten Wochen und Monaten zum Kind
aufzubauen, aber das Stillen gehört ganz klar dazu. Trotzdem hast Du deinen Nachwuchs natürlich auch
bei der Fütterung der Milch meist an dich geschmiedet und das ist ebenso ein Garant für eine verbesserte
Bindung. Also liebe Papis, auch Ihr könnt da mithalten.

Kann mein Baby sofort an meiner Brust oder an einer Flasche saugen?

Den Saugreflex hat Dein Baby von Geburt an, sodass es ohne Probleme an Deiner Brust oder einer
Flasche saugen kann, um die Muttermilch zu sich zu nehmen. Da musst Du keine Bedenken haben, dass
Dein Baby nicht saugen oder schlucken kann. Lege Dein Baby einfach in Deiner angewinkelten
Armbeuge, um gleichermaßen den Kopf zu schützen ( hier liegt der Nachwuchs meist in der Armbeuge )

und lass es an Deiner Brust saugen oder gib ihm/ihr die Flasche. Dann kannst Du es sicher und
beruhigend warm behütet füttern.

Stillen oder die Flasche geben – was ist nun besser?

Wir werden auch hier nicht auf einen grünen Zweig kommen, weil es ganz unterschiedliche Meinungen
dazu gibt. Sicher ist, dass das Stillen schon Vorzüge mit sich bringt, wie die TU München im Gegenzug
zur Flaschenfütterung zeigt. Doch auch die Muttermilch per Flasche hat Vorteile, wie die Ergebnisse der
Studien der Universität von Queensland zeigen. Für welche Variante Du dich entscheidest, liegt auch
daran, ob Du gesundheitlich gut unterwegs bist, eine gute Produktion der Milch gewährleisten kannst und
dann darfst Du entscheiden, ob Brust oder Flasche! Natürlich empfehle ich dir auch auf diesem Wege,
vorab mit deinem Kinderarzt und der Hebamme zu sprechen. Lieber einmal zu viel fragen, als einmal zu
wenig. In diesem Sinne alles Gute.


Autor: Tina Müller

 

Author: mein-erstes-baby

3 thoughts on “Stillen oder Flasche – die Unterschiede sind da!

    1. ganz deiner Meinung.
      Ich hatte leider zu wenig Milch, musste daher noch etwas dazu füttern.
      Aber wenn es reicht immer die Bindung stärken zwischen Mutter und Kind.

       

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