Die wichtigsten Ämtergänge und Beantragungen für Dein Baby

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Die wichtigsten Ämtergänge und Beantragungen für Dein Baby

Während der Schwangerschaft und oftmals nach der Geburt denken wenige Frauen daran, was sie jetzt
womöglich noch alles tun müssen, um das Baby anzumelden. Einige wiederum wissen häufig auch nicht,
dass nicht alles automatisch funktioniert, sodass eigenes Dazutun notwendig wird, um das Baby
beispielsweise beim Einwohnermeldeamt anzumelden oder sich einer Geburtsurkunde zu bereichern,
die Du natürlich benötigst. Deswegen ist es wichtig, zumindest meiner Meinung nach, dass wir mal
darüber reden, was nach der Geburt anfällt, wo Du dich melden musst und was alles automatisch klappt.
So bist Du auf der sicheren Seite und kannst die Ämtergänge oder etwaigen Beantragungen kinderleicht
ausführen.

Den Mutterpass bekommst Du schon innerhalb der Schwangerschaft

Um den Mutterpass reihen sich auch einige unwissende Mythen und Gerüchte. Woher die kommen? Da
überfragst Du mich! Wichtig ist jedoch, dass Du weißt, dass Du diesen in aller Regel binnen der 9. bis
maximal 12. Schwangerschaftswoche bekommst. Wieso in der Regel? Es kommt natürlich auch darauf
an, wann Du merkst, dass da etwas mit Dir und Deinem Körper nicht mehr stimmt. Sprich, wann Du zum
Gynäkologen gehst, erfährst Du, ob Du schwanger bist und im welchen Monat, sodass dann der
Mutterpass eine beschlossene Angelegenheit ist, worum sich der Frauenarzt mit Dir kümmert.

Die Geburtsurkunde musst Du nach der Geburt anfordern

Bis zur Beantragung der Geburtsurkunde, was Du spätestens innerhalb einer Woche nach der Geburt tun
solltest, hast Du übrigens Zeit, Dir einen Namen auszusuchen. Mit der Bescheinigung zur Geburt vom
Krankenhaus, indem Du warst sowie Deinem Personalausweis und der Geburtsurkunde beider
Elternteile gehst Du wiederum zum Standesamt in Deinem Wohnort. Dort bekommst Du dann die
Geburtsurkunde Deines Babys. Glücklicherweise kannst Du in manchen Krankenhäusern bereits alles
beantragen, und musst die Geburtsurkunde nur vor Ort im Standesamt zur Gelegenheit abholen.
Informiere dich gerne mal, ob Dein Krankenhaus auch diesen cleveren Weg der Beantragung der
Geburtsurkunde für dein Baby anbietet.

Die Anmeldung beim Einwohnermeldeamt muss schnell erfolgen

Das Baby muss natürlich angemeldet werden, und zwar beim Einwohnermeldeamt. Das machst Du am
besten frühzeitig oder so schnell wie möglich. Was Du dazu benötigst, ist oder dürfte eigentlich klar sein,
aber falls nicht, helfe ich Dir gerne auf die Sprünge. Dein Personalausweis, eine eventuelle
Vaterschaftsanerkennung sowie die Geburtsurkunde des Babys. Gegebenenfalls empfehle ich Dir auch
ein Lichtbild, falls Du einen Kinderausweis direkt im Anschluss beantragen möchtest. Das ist aber kein
Must-have für Babys/Kinder oder Mamis. Hast Du im Übrigen das alleinige Sorgerecht, musst Du auf
alle Fälle sowohl für die Anmeldung beim Einwohnermeldeamt, als auch den Kinderausweis den
entsprechenden Nachweis mitführen.

Beim Finanzamt für die Lohnsteuerkarte geht die Kindesanmeldung vollautomatisch

Vor 2012 war es so, dass Du Dein Baby anmelden musstest, um von dessen Geburt auch im Berufsleben
rein steuerlich profitieren zu können. Doch die elektronische Steuerkarte, welche im Jahr 2012
eingeführt wurde, macht dies unnötig. Heutzutage klappt alles automatisch und sobald das Baby geboren
wird, geht alles automatisch zum Finanzamt über. Da musst Du dich endlich um nichts mehr kümmern.

Die Elternzeit müssen Du oder Dein Partner rechtzeitig beantragen

Schriftlich und frühzeitig muss der Antrag für die kommende Elternzeit bei Deinem Arbeitgeber oder
dem Deines Partners eingereicht werden. Spätestens sieben Wochen vor der eigentlich geplanten
Elternzeit solltest Du den Antrag eingereicht haben, um Probleme zu vermeiden. Ich empfehle Dir
allerdings, dass Du dennoch noch früher bist, damit es auch keine Reibungen zwischen Deinem
Arbeitgeber und Dir gibt, weil er/sie nun Schwierigkeiten hat, solange für dich Ersatz zu finden. Und
immer daran denken, dass der Antrag schriftlich eingereicht werden muss.

Zur Vaterschaftsanerkennung ist immer die Erlaubnis der Mutter erforderlich

Zum Standesamt oder wahlweise Jugendamt kann der werdende Vater gehen, um sich dort als Vater
anerkennen zu lassen. Einzig und allein die Ausweise, die Geburtsurkunde des Babys sowie bei
Abwesenheit der Mutter deren schriftliche Erlaubnis sind notwendig, um die formelle Angelegenheit zu
klären. Auch die Abstammungsurkunde beider Eltern solltest Du nicht vergessen, aber bitte immer
daran denken, ohne das Einverständnis der Mama klappt die Anerkennung nicht. Vor sowie nach der
Geburt ist derweil die Anmeldung möglich, wenn Du alles beisammen hast, was Du benötigst.

Bei der Krankenversicherung fürs Baby heißt es, Augen auf!

Bereits in einem separierten Artikel zum Thema Krankenversicherung habe ich darauf hingewiesen,
welche fatalen Denkfehler manche werdenden Eltern haben. Das liegt nicht an Dir persönlich, sondern
der mangelnden Informationsquelle in der Gesellschaft. Denn es ist nicht garantiert, dass Dein Baby
automatisch über dich versichert ist, schon gar nicht, wenn Du eine private Krankenversicherung nutzt.
Deswegen empfehle ich Dir, um hier jetzt nicht in Wiederholungen zu rutschen, dass Du den Artikel

einmal genauer durchliest, um auch hier genau zu wissen, was auf dich zu kommt, ob Du dein Baby anmelden musst oder es bereits
versichert ist. Ob gesetzliche Krankenversicherung oder private – hier erfährst Du die Unterschiede und
was zu tun ist.

Nun weißt Du, was alles vor oder nach der Geburt auf dich zukommt. Ämter sind ohnehin immer das
Grauen vieler Menschen, aber gerade auch für werdende Eltern kann es manchmal kompliziert sein, wenn
man nicht weiß, was zu tun ist. Das wollte ich mit diesem Artikel geändert wissen, damit Du weißt, was
Du wo beantragen kannst/musst und Dir so viel Stress, Ärger und viele Laufwege ersparen.


Autor: Tina Müller

 

Author: mein-erstes-baby

1 thought on “Die wichtigsten Ämtergänge und Beantragungen für Dein Baby

  1. Oh da muss man ja einiges beachten.
    Finde das die Väter auch alle Rechte bekommen
    sollten. Das die Mutter die Erlaubnis für einen
    Vaterschaftstest geben muss finde ich
    Völlig übertrieben.

     

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