Der Kaiserschnitt– an Sport ist erst einmal nicht zu denken




Der Kaiserschnitt– an Sport ist erst einmal nicht zu denken

In den Medien ist der After Baby Body der Renner. Stars und Sternchen zeigen auf, dass sie nach der
Geburt wundersam schlank geworden sind. Es verwundert dich sicherlich nicht, wenn die Ladys, die viel
Geld pro Posting verdienen und zur Elite der Medien gehören behaupten, dass dies alles natürlich
stattgefunden hat und Photoshop hier keine Chance hatte. Doch die Realität ist eine ganz andere und Du
müsstest nur mit Deinem Frauenarzt reden, um schon viele plausible Antworten zu er halten, wieso es so
ist.
Nach der Geburt sofort mit dem Sport beginnen? Das kannst Du wirklich vergessen und ich möchte Dir
sagen, wieso! Weder Frauenärzte noch ich möchten dich ärgern, sondern geht es in erster Linie um Deine
Sicherheit & Gesundheit. Lass dich also von fehlgeleiteten Idealen aus den Medien bloß nicht leiten, weil
die Realität, wie hier zu sehen, eine andere ist.

An sportlicher Aktivität nach der Schwangerschaft ist nicht zu denken

Es ist egal, ob Du die Geburt auf natürliche Weise oder mit einem Kaiserschnitt eingeleitet hast. An Sport
ist auf gar keinen Fall zu denken, wenn Du gerade Mama geworden bist. Lass dich nicht unter Druck
durch die Stars der Medien setzen, weil diese angeblich einen After Baby Body nach Maß besitzen. Das
ist unmöglich und weder ohne Photoshop noch ohne OP möglich. Wieso? Der Beckenboden ist durch
Deine gesamte hormonelle Veränderung aufgelockert und schlapp. Das bedeutet, dass Du weder an
Ausdauertraining in Form von Joggen, Schwimmen, Rad fahren und dem Lauftraining nach einer
Schwangerschaft denken kannst. Weder beim Kaiserschnitt noch bei einer klassischen Geburt. Vergiss
das nie und das ist nur zu Deinem Besten.

12 Wochen nach der Geburt kannst Du langsam mit dem Beckenbodentraining beginnen

Die ersten 12-Wochen wird Dir jeder gute Frauenarzt und Geburtsexperte abraten, dass Du Sport machst.
Es ist dabei vollkommen egal, welche Art von Sport gemeint ist. Wieso? Der Beckenboden ist durch die
Hormone verändert und aufgelockert worden. Die Rektusdiastase muss geschlossen sein, um mit den
Beckenbodenübungen nach etwa zwölf Wochen nach der Geburt beginnen zu können. Das gilt für den
Kaiserschnitt sowie für die normale Geburt Deines Babys. Die ersten 12 Wochen nach der Geburt ist also
keineswegs an sportlicher Aktivität in irgendeinem Sinne zu denken, bitte vergiss das nicht. Dann darfst
Du leicht und langsam mit Beckenbodenübungen beginnen. Dazu findest Du kostenfreie Videos und
Anleitungen im Web, aber auch kostengünstige Bücher mit vielen Übungen.

Bauchmuskeltraining ist nach einem Kaiserschnitt absolut tabu

Um Dir einmal zu verdeutlichen, wie Fake die Bilder im Netz vieler Stars sind, wenn es um den After
Baby Body geht, kommen wir hier auch ans Eingemachte. Bauchmuskeltraining nach der Geburt, um
einen flachen Bauch zu haben? Nein, niemals! Die Gefahr, dass Du an einer Mikrofissur erkrankst wäre
viel zu groß. Jegliches Training, was die Bauchmuskeln betrifft ist in den ersten 6 Monaten strikt tabu!
Vor allem dann, wenn es Kraftsport, Bauchmuskeltraining & Co betrifft und diese Stelle besonders
trainiert. Bitte lass es, weil Du keineswegs vernarbtes Gewebe als Antwort des frühzeitigen Sports
vorfinden möchtest, welches sogar taub sein kann oder zu Beschwerden führen kann. Ab dem 6 Monat,
wenn das Gewebe durch Schwimmen, leichtes Joggen und Rad fahren ( die 12 Wochen für die
Rektusdiastase beachten ) sowie die Muskeln wieder gestärkt sind, dann darfst Du erst mit dem
Bauchmuskeltraining beginnen.

Leichtes Ausdauertraining nach 12.Wochen stärkt das Gewebe und die Muskeln

Wenn die sicheren 12.Wochen um sind, darfst Du natürlich beginnen, langsam mit der sportlichen
Aktivität vorwärts zu kommen. Bauchmuskeltraining ist nach einem Kaiserschnitt auch hier nicht
gestattet! Fang erst einmal langsam mit Schwimmen an. Dies stärkt die Gelenke und Muskeln in allen
Bereichen und ist für den Anfang leichter zu absolvieren. Übertreibe es aber nicht. Danach kannst Du

langsam ein paar Runden Joggen oder Rad fahren mit einbeziehen. Alles human, und wenn Du etwaige
Beschwerden an der Narbe hast, dann ruderst Du bitte ein wenig zurück. Sicher ist sicher. So kommst Du
langsam wieder in Form, der Körper auch und das Wohlbefinden kommt zurück.

Nach einem Kaiserschnitt musst Du behutsam mit dem Sport beginnen

Sofort den sexy Body zurückerlangen, den Du vor der Schwangerschaft hattest? Das mag ein wichtiges
Ziel sein, aber nach einem Kaiserschnitt geht das nicht so leicht. Fang also langsam an und vermeide die
ersten 6 Wochen absolute Hebebewegungen, Ziehbewegungen wie beim Rudern und Sprünge sowie
Hüpfaktivitäten. Die Narbe könnte aufplatzen und schmerzen bereiten. Die ersten 12-Wochen ist es
zudem wichtig, dass Du den Beckenboden stärkst und er sich zunächst schließt. Dann kannst Du auch mit
dem schwimmen leicht beginnen sowie dem Rad fahren und dem leichten Joggen.

Der Kaiserschnitt ist keineswegs locker zu sehen, wenn es um die sportliche Betätigung nach der Geburt
geht. Der After Baby Body von Stars ist da meist eine „Lüge“. Im Übrigen ist auch bei der natürlichen
Geburt nicht sofort daran zu denken, dass Du dich sportlich aktiv beteiligst. Keine Ahnung, wer diesen
Trend in die Wege gesetzt hat und behauptet, er sei gesund und gut für dich, ist er nicht! Lasse es also
nicht zu, dass dich derartige Bilder von Promis unter Druck setzen und nimm Dir die Zeit, um deinen
Körper langsam, aber gesund zu formen.

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Informationen:
Autor: Tina Müller
Bildnachweis: Pixabay.com / sifusergej

 

Author: mein-erstes-baby

4 thoughts on “Der Kaiserschnitt– an Sport ist erst einmal nicht zu denken

  1. Ich finde es schlimm wenn Frauen gleich nach der Geburt anfangen Sport zu machen und wieder 1 A aussehen wollen.
    Der Bauch nach der Geburt ist doch völlig normal und ich hab immer noch in paar Pfunde mehr auf den Rippen aber so etwas gehört doch dazu. Wichtiger ist doch das es dem Baby und der Mutter gut geht, egal wie der Bauch aussieht.

    Und gegen Ausdauersport wie walken oder Wald/See Spaziergänge da spricht doch keiner dagegen.

     
  2. Richtig, gegen Spaziergänge etc spricht nichts. Ich finde es aber auch übertrieben, wenn da die Mütter auf einmal mit Kraftsport beginnen oder 1 Stunde joggen am Tag. Das kann doch nicht gut gehen!

     

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